Dienstag, 22 Mai 2012

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Datenblätter für den industrieller Anwender

Motorschutzschalter erhöht die Verfügbarkeit von Förderanlagen

Unnötige Ausfälle vermeiden

Veröffentlicht am November 9, 2011 - ( Views)

von Jurgen Wirtz

Schwerlastprobleme in der Motorsteuerung von Förderbändern löst Eaton mit einer Kombination aus dem Motorschutzschalter PKE und dem Kommunikationssystem SmartWire-DT. Ergebnis sind umfassende Meldefunktionen und eine erweiterte Antriebsüberwachung auch unter harten Bedingungen. Unnötige Ausfälle können vermieden werden.

Der überragende Vorteil des Motorschutzschalters PKE gegenüber konventionellen Lösungen besteht in der erweiterten Antriebsüberwachung. Die Diagnose-, Status- oder Überlastmeldungen zeigen unter anderem den aktuellen Stromfluss und den Status des Überlastauslösers. Der jeweils aktuelle Motorstrom kann über das kostenoptimierende Kommunikationssystem für Schaltgeräte "SmartWire-DT" von Eaton ohne zusätzliche Komponenten kontinuierlich abgebildet und ausgewertet werden. Je nach Antriebsaufgabe kann beispielsweise zwischen folgenden Betriebszuständen unterschieden werden: Motor abgeschaltet, Motor Unterlast, Motor Leerlauf, Motor Betrieb, Motor Überlast und Motor Störung. Die einzelnen Lastgrenzen sowie das Zeitverhalten lassen sich frei programmierbar und auf jede Antriebsaufgabe individuell anpassen. Durch die Übertragung von Motorstrom und Überlaststatus ist das zeitnahe Erkennen von sich anbahnenden Störungen möglich. Dies erlaubt dem Anlagenbetreiber ein rechtzeitiges Eingreifen in den Produktionsprozess - bevor dieser ungewollt unterbrochen wird. Besonders interessant ist in diesem Fall die Möglichkeit, den PKE als Motorschutzrelais zu betreiben. In diesem Fall wird im Überlastfall nicht der Motorschutzschalter ausgelöst, sondern lediglich das zugeordnete Schütz abgeschaltet. Nachdem die Überlastsituation beseitigt ist, kann der Motor über die Steuerung wieder eingeschaltet werden, ohne dass Wartungspersonal den Schutzschalter zunächst rücksetzen muss.

Hintergrund
Vereiste Steigbänder und typische Förderbandszenarien im Transport von grobem Schüttgut bilden sich in konventionellen Antriebssteuerungen nur unzureichend ab. Denn ein Stillstand einzelner Motoren oder Bänder wird nur indirekt über die Schaltzustände von Motorschutzschalter und Leistungsschütz interpretiert. Für eine reale, sichere Rückmeldung ist zusätzlich eine Hardwarelösung wie etwa Drehzahlsensor, Lastabwurfrelais etc. notwendig. Im Falle einer Überlast wird dann durch Überschreiten des eingestellten Stromwerts der Antrieb sofort abgeschaltet und eine Störung signalisiert, um den Motor vor Zerstörung zu schützen. Dies führt zu ungeplanten, zeit- und kostenträchtigen Betriebsunterbrechungen, weil solch eine konventionelle Analog-I/O-Technologie den aktuellen Motorstrom nicht so kontinuierlich und detailliert abbildet wie die Eaton-Lösung und damit öfter abschaltet als nötig.


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