Veröffentlicht am Oktober 1, 2007 - ( Views)
Kunden des Streckblasmaschinenherstellers SIG Corpoplast setzen verschiedene Arten von Förderbändern ein. Je nach Prozess und Maschine müssen diese Förderbänder unterschiedliche Bedingungen erfüllen. So werden bei einer bestimmten Anwendung ovale Flaschen lagerichtig stehend an Vakuum-Förderbänder von GEPPERT-Band übergeben. SIG Corpoplast ist sich seiner besonderen Produktverantwortung bewusst: Nicht nur die Streckblasmaschine muss von hoher Qualität sein, sondern unter anderem auch der reibungslose Transport großer Flaschenmengen.Nachdem die spritz gegossenen Preforms auf einen Dorn aufgesteckt wurden, werden sie im Ofen der Streckblasmaschine auf ungefähr 100 ° C erhitzt Aufgrund der besonderen ovalen Flaschenform spricht man hier vom orientierten Heizen(Preferential Heating). Der Vorformling (Preform) wird dann in der Blasstation durch mechanisches Recken und gleichzeitiger Zufuhr von Druckluft in die endgültige Form aufgeblasen. Etwa 1.800 Flaschen pro Blasstation und Stunde verlassen so die Streckblasmaschine. Flaschen, die den hohen Qualitätsstandard nicht erfüllen, werden sofort automatisch aussortiert.
Alle anderen werden nach dem Konditionieren bzw. Abkühlen weiteren Produktionsschritten zugefügt. So müssen die Kunststoffflaschen auf dem Austragband stehend weiter transportiert werden. Das ist nicht ganz einfach, da sie mit viel Bewegungsenergie aufs Band gelangen.
Damit die leichten Kunststoffflaschen auch nach Abgabe durch den Greifer tatsächlich ihre Position halten, wird eine Strömung vom Inneren des Förderbandes aus erzeugt. Im Fachjargon wird zwar von Vakuumband gesprochen, ein Vakuum jedoch kann im eigentlichen Sinne nicht erzeugt werden. Nicht sämtliche Löcher an Gurt und Abdeckrahmen werden luftdicht mit Flaschen abgedeckt.
GEPPERT-Band baute anschließend an der Umlenkrolle auf den ersten 1000 mm einen Saugkasten ans Förderband. Dieser ist auf der Unterseite der Gleitfläche angebracht, die mit Langlöchern von 6 x 50 mm mit einem jeweiligen Abstand von 5 mm versehen sind. Der aufliegende Gurt besitzt im Abstand von 20 mm Löcher mit einem Durchmesser von 5 mm zum Ansaugen der Flaschen. Bei gleichbleibender Geschwindigkeit gelangen die Flaschen mit Hilfe von Seitenführungen stehend weiter zur Etikettierung, Befüllung und zum Verschließen. In wenig mehr als 2 Minuten nach Aufstecken der Rohform auf den Dorn stehen die fertig konfektionierten Flaschen bereit zum Verpacken in Kartons.
Das so genannte Vakuumband von GEPPERT-Band besteht zum größten Teil aus Standardkomponenten. So kommen Walzen, Kopfstücke, Aluprofile und Ständer auch bei anderen Förderbändern zum Einsatz.
Die Vorteile liegen: rasche und kosten sparende Produktion, da es sich bei dieser Verfahrensweise nicht um Sondermaschinenbau handelt. Lediglich einige Komponenten werden benötigt, die nicht auf Lager sind. Für den Bau des Vakuumbandes benötigte GEPPERT-Band nicht mehr als 12 Tage. Seit Einsatzbeginn im September 2006 läuft das Band störungsfrei, Verschleißteile wie Gurt nicht eingerechnet. Ähnlich verhält es sich auch bei allen anderen 12 Förderbändern dieses Typs, die im Auftrag von SIG Corpoplast produziert wurden.
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